Welterschöpfungstag – Wir leben auf „Öko-Pump“

Das Jahresbudget der Natur ist aufgebraucht!
Der Welterschöpfungstag (Earth Overshoot Day) fällt heuer auf den 2. August. Seit dem 3. August leben wir auf Öko-Pump. Der Welterschöpfungstag markiert den Tag, ab dem wir aus ökologischer Sicht über unsere Verhältnisse leben. Das bedeutet, dass die Menschheit heuer bis zum 2. August so viel Natur verbraucht hat, wie die Erde in einem ganzen Jahr erneuern kann.

„Wenn in weniger als acht Monaten das gesamte Jahreseinkommen verbraucht wird, sollten die Alarmglocken läuten. „Es ist längst an der Zeit, unsere Wirtschaft so zu organisieren, dass sie auch in Zukunft funktionieren kann“, sagt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Networks. In den 70er Jahren rutschte die Menschheit erstmals in die ökologische Verschuldung. Seitdem kommt der Welterschöpfungstag jedes Jahr ein wenig früher. Im Moment beansprucht die Menschheit bereits so viele Ressourcen, dass es eineinhalb Erden bedürfte um diese nachhaltig bereit zu stellen. Nur ein Viertel aller Menschen verursachen durch ihren konsumorientierten Lebensstil den Großteil der Übernutzung. Bei bestehenden Trends wären noch vor 2050 zwei Planeten von der Qualität der Erde erforderlich um unseren Lebensstandard zu halten. Würde die ganze Menschheit so verschwenderisch leben wie wir Österreicher, wären bereits heute drei Planeten von der Qualität der Erde erforderlich.

Die Zahl der Menschen mit Globalverstand, die begreift, dass weniger Konsum und dafür mehr Zeit die Qualität für ein gutes Leben für alle erhöht, steigt.

Veränderung ist immer von Einzelnen, von Wenigen, ausgegangen. Sie hat aber erst dann greifen können, wenn viele sie akzeptiert haben. Eine zukunftsfähige, also friedliche, demokratische, faire und ökologische stabile Welt wird es nur unter aufgeklärten „WeltbürgerInnen“ geben.

„Bewusste WeltbürgerInnen“ können auf vielen Ebenen zur positiven Veränderung beitragen: Bewusst leben, sich selbst verändern; bewusst konsumieren, genussvoll verzichten; bewusst wählen, politisch agieren; bewusst lernen und lehren; Taten statt Worte: TUN.

Nur eine sinnvolle Kombination aller Möglichkeiten ermöglicht es, das System von innen heraus zu verändern. Schließlich wollen wir ja nicht zurück in die Steinzeit, sondern weiterhin menschenwürdig leben.

Aktiv werden!

„Sei die Veränderung, die du bewirken willst“, nannte Mahatma Gandhi seinen Weg.

Alfred Derler, Umwelt- und Abfallberater

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